Über mich, Hartmut Brettschneider

Ich schreibe Ihnen ein paar Zeilen über mich, weil Sie etwas darüber sagen,
wie Acclavis Themen in der Herstellung von Wurst und anderen
Fleischprodukten findet und entwickelt. Diese Arbeit hat mich in zwei Stufen gefunden.


Ich wurde 1963 in Soltau geboren, zu einem Zeitpunkt zu dem alles
Wesentliche schon erfunden worden war: Tupperware und Nylons, Fernseher und
der Jaguar MK 2. Auch hatte ich der Relativitätstheorie in jungen Jahren
nichts Wesentliches hinzuzufügen. So sprach also nichts dagegen meinen Weg
in die elterliche Fleischerei zu nehmen. Ich wurde Metzgergeselle, Meister
und Betriebswirt des Handwerks, nur mein Fleiß entsprang eher meiner
Disziplin und weniger dem unstillbaren Bedürfnis nach unentwegter
Rührigkeit. Oft habe ich mir Gedanken gemacht, welche Freude eigentlich aus
dem Heben und Verbringen von Wildscheinen entstehen soll oder warum so
viele Präsentationen auf geschickte Hände zurückzuführen sind, wenn man mit
den Händen doch auch anderes Nützliches anstellen kann.


Im Fleischerhandwerk wandte ich mich Mitte der 80er dem Biofleisch zu, mein
Interesse wuchs für das, was in Wurst und Fleisch passiert, von der
Schlachtung bis auf den Tisch. Wie könnte man die Prozesse verbessern, um
hohe Qualität schnellstmöglich und weitestgehend naturbelassen - oder streng
geschmacksorientiert - auf den Tisch zu bringen?
Die Folgen eines Motorradunfalles begrenzten den körperlichen Arbeitseinsatz
zu Beginn der 90-er. Ich ging in den Vertrieb von Prozessmaschinen für die
Wurstherstellung. Ich erlebte, dass da noch viele Fragen offen sind in den
Großbetrieben der Fleischverarbeitung. In schmerzhafter Erinnerung an die
Wildschweine meiner Jugend ersann ich als erstes den Spanferkelständer ,dass
man ein Spanferkel stehend in einer Rauchkammer garen konnte. Ein
Rolliständer zum Transport von 10 E-kisten in einem Zug war die nächste
Fingerübung. Dann kam ein großes Ding: Ich entwarf eine vollautomatische
Anlage zum Schneiden, Portionieren, Garnieren und Rollen von Schinken mit
Spargel und zum Geleetieren des Röllchens in Aspik. Die Sache hat mir so
richtig Spass gemacht, wo kommt es her, wo geht es hin, was macht der
Mitarbeiter? Ist das ergonomisch sinnvoll und deshalb effizient?
So kam ich Ende der 90er auch zur Naturdarmschweisstechnik. Einer meiner
Kunden hatte gerade einen Großkunden verloren, weil bei ihm der Clip in der
Wurst wiedergefunden wurde....

 

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Acclavis GmbH